Das Projekt

Die Idee für das Projekt Meschugge entstand 2019 als Antwort auf die zunehmenden antisemitischen Einstellung, die bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichen. Intitialzündung war ein Angriff auf den Offenbacher Rabbiner Mendel Gurewitz im Sommer 2018.

Für das Konzept und durch den großen Zuspruch erhielt Meschugge 2019 den Hessischen Integrationspreis.
Sowohl die klassische Form des Antisemitismus, wie auch israelbezogener Antisemitismus sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Im Internet gibt es zahlreiche Portale, die Verschwörungstheorien mit antisemitischen Inhalten verbreiten, welche Jugendliche konsumieren und auch als Wahrheit erachten. Gerade auch die aktuelle Debatte darüber, ob es einen „neuen“ bzw. „importierten“ Antisemitismus gebe, zeigt, dass es Handlungs- und vor allem Redebedarf gibt.

Meschugge will deswegen präventiv sowohl gegen Antisemitismus wie auch antimuslimischen Rassismus vorgehen. Im Rahmen unserer Jugendarbeit reflektieren wir gemeinsam eigene Diskriminierungserfahrungen und sensibilisieren dafür, über den eigenen Tellerrand zu blicken und Diskriminierung auch als strukturelle Unterdrückung wahrzunehmen, die in unserer Gesellschaft sowohl institutionell, wie auch kulturell reproduziert wird.

Auch das Konzept des Verbündet-Seins ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Für uns steht der Dialog zwischen Menschen im Vordergrund, um voneinander zu lernen und gegenseitige Solidarität zu zeigen.

Um diese Ziele zu erreichen haben wir uns für das Projektjahr 2020 zwei Phasen überlegt:

Die Workshops

Seit Anfang des Jahres bieten wir Workshops zu den Themen Antisemitismus und Rassismus an. In Kooperation mit verschiedensten Initiativen und Referent*innen haben wir ein Programm zusammen gestellt.

Das Theaterstück

Das, was unser Projekt besonders macht, ist der Fokus auf theaterpädagogische Methoden. Im Laufe des Jahres soll ein Theaterstück entstehen, was im Theater und an Schulen aufgeführt werden soll.